Zyklustag berechnen: was an welchem Tag passiert

Wandkalender mit durchnummerierten Tagen, bei dem ein einzelner Tag mit einem Stiftkreis markiert ist

Kurz gesagt: Zyklustag 1 ist der erste Tag richtiger Blutung – eine Schmierblutung davor zählt nicht mit. Von dort zählst du durch bis zum Tag vor der nächsten Blutung. Was an welchem Zyklustag passiert, hängt aber nicht am Zyklustag allein: Die zweite Zyklushälfte ist mit rund zwölf Tagen der stabile Teil, die erste schwankt. Ein Zyklustag sagt deshalb erst zusammen mit deiner Zykluslänge etwas aus.

Fruchtbare Tage berechnen

„Welcher Zyklustag bin ich heute?“ klingt nach einer Rechenaufgabe, und das ist es auch. Nur scheitert sie selten an der Rechnung. Sie scheitert am ersten Tag. Wer eine Schmierblutung mitzählt, liegt von da an in jedem Zyklus um einen Tag daneben – und die Tabelle, die er anschließend liest, passt nicht mehr zu dem, was gerade passiert.

Diese Seite fängt deshalb beim Zählen an und kommt erst danach zu den Hormonen. Was an welchem Zyklustag geschieht, was das für die Fruchtbarkeit heißt und woran du es merken kannst, steht in einer Tabelle – gerechnet für einen 28-Tage-Zyklus. Und weil die wenigsten Frauen genau 28 Tage haben, steht darunter, was sich verschiebt, wenn dein Zyklus kürzer oder länger ist.

Zyklustag berechnen: so zählst du richtig

Zyklustag 1 ist der erste Tag deiner Blutung. Von dort läuft der Zyklus bis zum Tag vor der nächsten Blutung; dieser Tag gehört noch zum alten Zyklus, der Tag danach ist wieder Tag 1. Genau so definiert das FIGO-Klassifikationssystem von Munro und Kollegen (2022) die Zykluslänge. Dieselbe Arbeit legt fest, was als normale Länge gilt: 24 bis 38 Tage.

Deinen heutigen Zyklustag bekommst du, indem du von Tag 1 an durchzählst und den heutigen Tag mitrechnest. Beginnt die Blutung am 3. eines Monats, ist der 10. dein Zyklustag 8.

An zwei Stellen geht das im Alltag schief, und für beide gibt es eine Regel. Die erste: Eine Schmierblutung ein oder zwei Tage vor der eigentlichen Blutung zählt nicht mit – sie gehört noch zum vorherigen Zyklus. Die zweite: Fängt die Blutung abends oder nachts an, gilt der nächste Morgen als Tag 1. Beides ist Konvention und keine Messung. Es gibt keine Studie, die den Übergang auf die Stunde festlegt.

Wozu dann überhaupt eine Regel? Damit deine Zyklen untereinander vergleichbar bleiben. Wer die Schmierblutung mal mitzählt und mal nicht, bekommt Zykluslängen, die um ein bis zwei Tage schwanken, ohne dass sich im Körper irgendetwas geändert hätte. Und weil sich aus der Zykluslänge alles Weitere ableitet, wandert dieser Fehler in jede Tabelle und in jede Rechnung mit. Welche Methoden den Eisprung wirklich bestimmen, statt ihn zu schätzen, vergleicht unser Artikel zum Eisprung berechnen.

Was in den Phasen passiert

Der Zyklus hat zwei Hälften, und sie verhalten sich völlig unterschiedlich. Die erste läuft von der Blutung bis zum Eisprung, die zweite vom Eisprung bis zur nächsten Blutung.

Bull und Kollegen (2019) haben 612.613 ovulatorische Zyklen aus der App Natural Cycles ausgewertet; die Arbeit ist von der Firma finanziert, und die Daten stammen von Frauen, die eine Zyklus-App benutzen. Die Blutung dauerte im Mittel 4,0 Tage bei einer Standardabweichung von 1,5. Die erste Zyklushälfte dauerte im Mittel 16,9 Tage, Standardabweichung 5,3, mit 95 Prozent der Werte zwischen 10 und 30 Tagen. Die zweite Hälfte dauerte im Mittel 12,4 Tage, Standardabweichung 2,4, 95 Prozent zwischen 7 und 17 Tagen. Die mittlere Zykluslänge lag bei 29,3 Tagen.

Diese beiden Zahlenpaare erklären, warum ein Zyklustag allein so wenig sagt. Zwischen Tag 10 und Tag 30 kann die erste Hälfte enden – die zweite bewegt sich dagegen in einem schmalen Korridor. Ein langer Zyklus ist fast immer ein Zyklus mit langer erster Hälfte. Zyklustag 14 liegt bei der einen Frau kurz vor dem Eisprung, bei der anderen mitten in der Reifung, und keine von beiden hat etwas falsch gemacht.

Soumpasis und Kollegen (2020) haben das an 27.210 per Urin-Hormontest erfassten Eisprüngen nachgerechnet; die Arbeit ist vom Clearblue-Hersteller finanziert. Ihre Regressionsgleichung lautet: erste Zyklushälfte = −5,2835 + 0,7344 × Zykluslänge. Der Faktor vor der Zykluslänge ist das Entscheidende daran – er sagt, dass ein längerer Zyklus rund drei Viertel seiner zusätzlichen Tage in der ersten Hälfte unterbringt.

Auch bei gleicher Zykluslänge bleibt eine Streuung übrig. Bei den Frauen mit 28-Tage-Zyklus lag der Eisprung an Tag 15 in 27 Prozent der Fälle, an Tag 16 in 21 Prozent und an Tag 14 in 20 Prozent; insgesamt verteilte er sich über zehn Zyklustage. Der häufigste Tag deckt also gut ein Viertel der Fälle ab. Welcher Eisprungtag sich für Zykluslängen von 21 bis 40 Tagen erwarten lässt, steht in der Übersicht zum Eisprung nach Zykluslänge.

Zyklustag für Zyklustag bei 28 Tagen

Zyklustag Phase Hormonlage (ohne Zahlen) Fruchtbarkeit Was man merken kann
1 bis 4 Blutung Östrogen und Progesteron niedrig keine Blutung, im Mittel 4 Tage (Bull)
5 bis 9 Frühe erste Hälfte Östrogen steigt langsam, Eibläschen reifen gering, ab Tag 6 nicht null (Wilcox 2000) wenig oder trockener Schleim
10 bis 14 Fruchtbares Fenster Östrogen hoch, LH-Anstieg gegen Ende steigend, Fenster Tag 10 bis 15 bei 28 Tagen (Wilcox 1995, Soumpasis) Schleim klar und spinnbar (Ecochard 2015), LH-Test wird positiv
15 Erwarteter Eisprung LH-Gipfel, Follikelsprung höchste (0,33) Test positiv am Vortag, Temperatur noch unten
16 bis 19 Frühe zweite Hälfte Progesteron steigt, Gelbkörper nach dem Eisprungtag praktisch keine (Wilcox 1995) Temperatur steigt, Schleim wird dick
20 bis 25 Mitte der zweiten Hälfte Progesteron auf dem Höchststand Einnistung Tag 21 bis 27 möglich, meist 23 bis 25 (Wilcox 1999) Spannen, Müdigkeit – kommen vom Progesteron, ob schwanger oder nicht
26 bis 28 Späte zweite Hälfte Progesteron fällt, wenn keine Schwangerschaft Test ab Tag 29 verlässlich Temperatur fällt kurz vor der Blutung

Redaktionell für einen 28-Tage-Zyklus gerechnet, der Testzeitpunkt nach Gnoth und Johnson (2014; Johnson arbeitet für den Testhersteller SPD); für andere Zykluslängen verschiebt sich alles ab Tag 10. Die erwarteten Eisprungtage für 21 bis 40 Tage stehen in der Übersicht zum Eisprung nach Zykluslänge.

Die Blutungstage bleiben, wo sie sind; alles, was am Eisprung hängt, wandert mit. Ab Tag 10 hängt jede Zeile am Eisprung – und der verschiebt sich mit der Zykluslänge. Bei 32 Tagen erwartet die Übersicht nach Zykluslänge den Eisprung an Tag 18, also drei Tage später als in dieser Tabelle; entsprechend rücken das fruchtbare Fenster, der Temperaturanstieg und das Einnistungsfenster um drei Tage nach hinten. Bei 24 Tagen steht dort Tag 12 bis 13, und alles ab Tag 10 rückt um zwei bis drei Tage nach vorn. Diese Verschiebung ist redaktionell gerechnet und nicht gemessen; sie hängt daran, dass die zweite Zyklushälfte ungefähr gleich lang bleibt.

Die Tage, nach denen am häufigsten gefragt wird

Zwei Zyklustage werden auffallend oft gesucht, und beide liegen in der zweiten Zyklushälfte: Tag 20 und Tag 22. Der Grund ist bei beiden vermutlich derselbe – es ist die Zeit, in der man wartet und in sich hineinhört.

Bei einem 28-Tage-Zyklus liegt Zyklustag 20 fünf Tage nach dem erwarteten Eisprung. Das Progesteron aus dem Gelbkörper ist auf seinem Höchststand, die Temperatur liegt auf dem höheren Niveau, der Zervixschleim ist längst wieder dick. War der Eisprung wie erwartet um Tag 15, ist der Tag nicht mehr fruchtbar. Weil der Eisprung auch bei 28 Tagen streut, ist das eine Erwartung, keine Gewissheit. Nach Wilcox und Kollegen (1995) endet das fruchtbare Fenster am Eisprungtag. Die Einnistung liegt noch vor dir: frühestens ab Tag 21, meist Tag 23 bis 25 (redaktionell für 28 Tage gerechnet).

Zyklustag 22 ist bei 28 Tagen sieben Tage nach dem Eisprung und damit am Anfang des Einnistungsfensters. Das erklärt, warum an diesem Tag so oft nach Anzeichen gesucht wird. Nur: Spannen in der Brust und Müdigkeit kommen in dieser Phase vom Progesteron, und das bildet der Gelbkörper in jedem Zyklus mit Eisprung – ob eine Schwangerschaft entstanden ist oder nicht.

Bei einer anderen Zykluslänge verschieben sich beide Tage. Ein Beispiel aus der Übersicht nach Zykluslänge: Bei 32 Tagen liegt der erwartete Eisprung an Tag 18. Zyklustag 20 ist dann nicht fünf, sondern zwei Tage nach dem Eisprung – also am Anfang der zweiten Hälfte statt in ihrer Mitte, mit steigendem und nicht mit maximalem Progesteron. Zyklustag 22 wäre bei 32 Tagen vier Tage nach dem Eisprung und damit dort, wo bei 28 Tagen Zyklustag 19 liegt. Diese Zuordnung ist redaktionell aus der Tabelle des Übersichtsartikels gerechnet und keine gemessene Größe.

Deshalb bringt die Frage „Was passiert an Zyklustag 20?“ ohne die zweite Angabe wenig. Erst der Abstand zum Eisprung macht aus einem Zyklustag eine Aussage.

Woran du erkennst, wo du wirklich stehst

Wie unsicher ein gerechneter Zyklustag ist, zeigt eine Auswertung von Wilcox und Kollegen (2000): An jedem Zyklustag zwischen Tag 6 und Tag 21 lag die Wahrscheinlichkeit, gerade im fruchtbaren Fenster zu sein, bei mindestens zehn Prozent. Und nur bei etwa 30 Prozent der Frauen lag das Fenster vollständig zwischen Tag 10 und Tag 17 – also dort, wo es die Tabelle vermutet.

Ein Zyklustag ist damit ein Startsignal und kein Termin. Was im laufenden Zyklus mehr sagt als die Tabelle, sind drei Zeichen.

Der Zervixschleim verändert sich über mehrere Tage und zeigt das Fenster an, während es offen ist. Bei Ecochard und Kollegen (2015) erkannte der Peak-Schleim das fruchtbare Fenster mit 96 Prozent Sensitivität. Worauf du dabei achtest und wie sich die Beschaffenheit über den Zyklus ändert, steht unter Zervixschleim beobachten.

Der Ovulationstest greift später und dafür genauer. In der Übersichtsarbeit von Su und Kollegen (2017) lagen zwischen dem positiven LH-Test und dem Follikelsprung 20 Stunden, mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 14 bis 26 Stunden. Ein positiver Test verschiebt dich also nicht nur auf einen Zyklustag, sondern auf einen halben. Wann du mit dem Testen anfängst und wie du das Ergebnis liest, steht unter Ovulationstest anwenden.

Die Basaltemperatur kommt zuletzt. Nach Su und Kollegen bestätigt der Temperaturanstieg den Eisprung rückblickend – für das Timing im laufenden Zyklus ist er zu spät, und den genauen Tag bestimmt er nur ungefähr. Über mehrere Zyklen wird daraus dein eigenes Muster. Wie du die Kurve führst und auswertest, steht unter Basaltemperatur auswerten.

Keines der drei Zeichen ersetzt die anderen. Der Schleim zeigt das Fenster, während es offen ist; der LH-Test zeigt die letzten Stunden davor; die Temperatur bestätigt rückblickend, dass ein Eisprung stattgefunden hat; den genauen Tag bestimmt sie nur ungefähr.

Nach dem Eisprung

Mit dem Eisprungtag endet das fruchtbare Fenster. Wilcox und Kollegen (1995) haben es auf sechs Tage eingegrenzt: die fünf Tage vor dem Eisprung plus den Eisprungtag selbst. Innerhalb dieser sechs Tage steigt die Wahrscheinlichkeit von 0,10 fünf Tage vorher auf 0,33 am Eisprungtag.

Was danach kommt, entscheidet sich ohne dein Zutun und braucht Zeit. Wilcox und Kollegen (1999) haben den Zeitpunkt der Einnistung bestimmt: Sie fand 6 bis 12 Tage nach dem Eisprung statt, bei 84 Prozent an Tag 8 bis 10. Auf einen 28-Tage-Zyklus gerechnet ist das Zyklustag 21 bis 27, am häufigsten Tag 23 bis 25 – die Zeile in der Tabelle oben. Wie dieser Zeitraum im Einzelnen abläuft, steht unter Einnistung: Zeitpunkt und Ablauf.

In dieser Woche fühlt sich vieles nach etwas an. Das Progesteron des Gelbkörpers ist in der Mitte der zweiten Zyklushälfte auf seinem Höchststand, und es ist da, ob eine Schwangerschaft entstanden ist oder nicht. Aus dem, was du an Zyklustag 22 spürst, lässt sich deshalb nichts ablesen. Aus dem Zyklustag selbst – zusammen mit deiner Zykluslänge – schon: Er sagt dir, wo du ungefähr stehst und worauf du als Nächstes achten kannst.

Du weißt nicht, an welchem Zyklustag du stehst?

Der kostenlose Rechner nimmt den ersten Tag deiner letzten Blutung und deine Zykluslänge und ordnet ein, wo im Zyklus du gerade bist.

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Häufige Fragen

Wie berechne ich meinen Zyklustag?

Zyklustag 1 ist der erste Tag richtiger Blutung. Von dort zählst du durch, den heutigen Tag mitgerechnet: Beginnt deine Blutung am 3., bist du am 10. an Zyklustag 8. Der Zyklus endet am Tag vor der nächsten Blutung – so zählt das FIGO-Klassifikationssystem von Munro und Kollegen (2022) die Zykluslänge, und dort gelten 24 bis 38 Tage als normale Länge. Eine Schmierblutung vor der eigentlichen Blutung zählt nicht mit, und wer nachts anfängt zu bluten, nimmt den nächsten Morgen als Tag 1. Diese beiden Regeln sind Konvention und keine Studie – wichtig ist, dass du in jedem Zyklus gleich zählst.

Zählt Schmierblutung als Zyklustag 1?

Nein. Zyklustag 1 ist der erste Tag richtiger Blutung; eine Schmierblutung davor gehört noch zum vorherigen Zyklus. Auch das ist eine Konvention und keine Messung – es gibt keine Studie, die den Übergang auf den Tag festlegt. Ihr Sinn liegt in der Vergleichbarkeit: Wer die Schmierblutung mal mitzählt und mal nicht, bekommt Zykluslängen, die um ein bis zwei Tage schwanken, ohne dass sich im Zyklus etwas geändert hätte. Dieselbe Überlegung trägt die zweite Regel – fängt die Blutung abends oder nachts an, ist der nächste Morgen Tag 1.

Was passiert an Zyklustag 20?

Bei einem 28-Tage-Zyklus liegt Tag 20 in der zweiten Zyklushälfte, also nach dem Eisprung. Der Gelbkörper bildet Progesteron, die Temperatur liegt auf dem höheren Niveau, der Zervixschleim ist wieder dick. War der Eisprung wie erwartet um Tag 15, ist der Tag nicht mehr fruchtbar. Weil der Eisprung auch bei 28 Tagen streut, ist das eine Erwartung, keine Gewissheit. Nach Wilcox und Kollegen (1995) endet das fruchtbare Fenster am Eisprungtag. Die Einnistung liegt noch vor dir: frühestens ab Tag 21, meist Tag 23 bis 25 – nach Wilcox und Kollegen (1999) findet sie 6 bis 12 Tage nach dem Eisprung statt. Bei einem 32-Tage-Zyklus sieht Tag 20 anders aus: Die Übersicht nach Zykluslänge erwartet den Eisprung dort an Tag 18, Tag 20 liegt also zwei Tage danach. Diese Zuordnung ist redaktionell gerechnet.

Kann ich an Zyklustag 22 noch schwanger werden?

Bei einem 28-Tage-Zyklus gilt: War der Eisprung wie erwartet um Tag 15, ist Tag 22 nicht mehr fruchtbar. Weil der Eisprung auch bei 28 Tagen streut, ist das eine Erwartung, keine Gewissheit. Wilcox und Kollegen (1995) fanden alle Konzeptionen in einem Fenster aus den fünf Tagen vor dem Eisprung und dem Eisprungtag selbst; danach fällt die Wahrscheinlichkeit ab. Schwanger sein kannst du an Tag 22 trotzdem längst: Die Einnistung liegt nach Wilcox und Kollegen (1999) 6 bis 12 Tage nach dem Eisprung, bei 84 Prozent an Tag 8 bis 10. Ist dein Zyklus länger, verschiebt sich das Ganze nach hinten – bei 32 Tagen erwartet die Übersicht nach Zykluslänge den Eisprung an Tag 18.

Warum stimmt die Zyklustag-Tabelle bei mir nicht?

Weil sie für einen 28-Tage-Zyklus gerechnet ist und die erste Zyklushälfte der Teil ist, der schwankt. Bei Bull und Kollegen (2019) dauerte sie im Mittel 16,9 Tage mit einer Standardabweichung von 5,3, die zweite Hälfte dagegen 12,4 Tage mit einer Standardabweichung von 2,4. Alles ab Tag 10 verschiebt sich deshalb mit deiner Zykluslänge. Dazu kommt die Streuung bei gleicher Länge: Bei Soumpasis und Kollegen (2020) hatten Frauen mit 28-Tage-Zyklus ihren Eisprung an Tag 15 in 27 Prozent der Fälle, an Tag 16 in 21 und an Tag 14 in 20 Prozent, insgesamt verteilt über zehn Zyklustage.

Martina Schneider, Autorin

Über die Autorin

Martina Schneider schreibt auf Schwangerschaftschance.de über Kinderwunsch, Zykluswissen und die praktische Bestimmung der fruchtbaren Tage.

Geschrieben aus eigener Erfahrung, gesundheitsbezogene Angaben mit den unten genannten Quellen belegt. Ersetzt keine ärztliche Beratung. Wie diese Inhalte entstehen

Dieser Artikel basiert auf: Munro MG, Balen AH, Cho S, Critchley HOD, Díaz I, Ferriani R, Henry L, Mocanu E, van der Spuy ZM (2022), The FIGO Ovulatory Disorders Classification System, Human Reproduction 37:2446–2464 · Bull JR, Rowland SP, Scherwitzl EB, Scherwitzl R, Danielsson KG, Harper J (2019), Real-world menstrual cycle characteristics of more than 600,000 menstrual cycles, npj Digital Medicine 2:83 · Soumpasis I, Grace B, Johnson S (2020), Real-life insights on menstrual cycles and ovulation using big data, Human Reproduction Open 2020:hoaa011 · Wilcox AJ, Weinberg CR, Baird DD (1995), Timing of sexual intercourse in relation to ovulation. Effects on the probability of conception, survival of the pregnancy, and sex of the baby, New England Journal of Medicine 333:1517–1521 · Wilcox AJ, Dunson D, Baird DD (2000), The timing of the "fertile window" in the menstrual cycle: day specific estimates from a prospective study, BMJ 321:1259–1262 · Ecochard R, Duterque O, Leiva R, Bouchard T, Vigil P (2015), Self-identification of the clinical fertile window and the ovulation period, Fertility and Sterility 103:1319–1325 · Su HW, Yi YC, Wei TY, Chang TC, Cheng CM (2017), Detection of ovulation, a review of currently available methods, Bioengineering & Translational Medicine 2:238–246 · Wilcox AJ, Baird DD, Weinberg CR (1999), Time of implantation of the conceptus and loss of pregnancy, New England Journal of Medicine 340:1796–1799 · Gnoth C, Johnson S (2014), Strips of Hope: Accuracy of Home Pregnancy Tests and New Developments, Geburtshilfe und Frauenheilkunde 74:661–669