Eisprung nach Zykluslänge: Tabelle von 21 bis 40 Tagen

Monatskalender auf einem hellen Holztisch, auf dem ein Block von mehreren aufeinanderfolgenden Tagen mit Bleistift umrandet ist

Kurz gesagt: Dein Eisprung liegt nicht in der Mitte deines Zyklus, sondern rund eine Lutealphasenlänge vor deiner nächsten Blutung. Die zweite Zyklushälfte ist der Teil, der sich kaum verschiebt: im Mittel 12,4 Tage bei Bull und Kollegen (2019), 12,77 Tage bei Soumpasis und Kollegen (2020). Länger wird ein Zyklus über die erste Hälfte. Daraus lässt sich der Eisprung nach Zykluslänge ableiten, für jede Länge ein erwarteter Tag – mit einer Streubreite, die in den meisten Tabellen fehlt: Bei Frauen mit 28-Tage-Zyklus verteilte sich der Eisprung über zehn Zyklustage.

Fruchtbare Tage berechnen

Gib deine Zykluslänge in einen beliebigen Eisprungrechner ein, und er zieht 14 ab: 28 Tage werden zu Tag 14, 32 Tage zu Tag 18. Woher die 14 kommt und wie weit dein tatsächlicher Eisprung davon entfernt liegen kann, steht dort meistens nicht dabei.

Diese Seite macht daraus eine Tabelle von 21 bis 40 Tagen – mit zwei Eisprung-Spalten nebeneinander, weil sich Faustregel und Messdaten je nach Zykluslänge unterschiedlich weit voneinander entfernen. Welche Methode deinen Eisprung wirklich bestimmt statt ihn zu schätzen, klärt der Vergleich der vier Methoden zur Eisprungbestimmung. Hier geht es um das, was deine Zykluslänge allein hergibt.

Warum vom Zyklusende her gerechnet wird

Der Zyklus hat zwei Hälften: die Follikelphase von der Blutung bis zum Eisprung, die Lutealphase vom Eisprung bis zur nächsten Blutung. Sie verhalten sich völlig unterschiedlich.

Bull und Kollegen (2019) haben 612.613 ovulatorische Zyklen von 124.648 Nutzerinnen der App Natural Cycles ausgewertet, bei einer mittleren Zykluslänge von 29,3 Tagen. Die erste Hälfte dauerte im Mittel 16,9 Tage, Standardabweichung 5,3, mit 95 Prozent der Werte zwischen 10 und 30 Tagen. Die zweite Hälfte dauerte im Mittel 12,4 Tage, Standardabweichung 2,4, 95 Prozent zwischen 7 und 17 Tagen.

Sortiert nach Zykluslänge wird es noch deutlicher. Erste und zweite Hälfte dauerten bei 21 bis 24 Tagen (8 Prozent der Zyklen) 12,4 und 11,0 Tage, bei 25 bis 30 Tagen (65 Prozent) 15,2 und 12,4, bei 31 bis 35 Tagen (19 Prozent) 19,5 und 12,9, bei 36 bis 50 Tagen (7 Prozent) 26,8 und 12,9. Die erste Hälfte wird also mehr als doppelt so lang, die zweite bewegt sich um knapp zwei Tage.

Zweierlei gehört zu dieser Studie dazu: Sie wurde von Natural Cycles finanziert, zwei der Autoren sind dort angestellt. Und die Zyklen stammen von Frauen, die eine Zyklus-App benutzen – keine Zufallsstichprobe der Bevölkerung.

Fehring und Kollegen (2006) fanden dasselbe ohne App: 141 gesunde Frauen (im Mittel 29 Jahre), 1.060 Zyklen, Eisprung per LH-Fertilitätsmonitor. Die mittlere Zykluslänge lag bei 28,9 Tagen (Standardabweichung 3,4), 95 Prozent der Zyklen zwischen 22 und 36 Tagen – den größten Teil dieser Schwankung trug die erste Zyklushälfte.

Soumpasis und Kollegen (2020) haben das in Zahlen gefasst, mit denen man weiterrechnen kann: 75.981 Zyklen von 32.595 Frauen, darunter 27.210 per Urin-Hormontest erfasste Eisprünge. Bei Zykluslängen zwischen 23 und 35 Tagen lag die Korrelation der ersten Zyklushälfte mit der Gesamtlänge bei r = 0,77, die der zweiten nur bei r = 0,37; die Lutealphase war normalverteilt mit einem Mittel von 12,77 Tagen und einer Standardabweichung von 1,86. Auch hier gehört die Herkunft dazu: finanziert von SPD, dem Hersteller von Clearblue, erhoben bei Nutzerinnen mit Kinderwunsch, die ein Testsystem gekauft haben.

Daraus folgt der Rechenweg. Ein langer Zyklus ist fast immer ein Zyklus mit langer erster Hälfte, nicht mit langer zweiter. Deshalb zählt man vom erwarteten Blutungsbeginn zurück statt von der Zyklusmitte aus.

Nur eben nicht mit 14. Die zweite Zyklushälfte ist im Mittel 12,4 Tage lang (Bull und Kollegen) beziehungsweise 12,77 Tage (Soumpasis und Kollegen) – wer 14 abzieht, setzt den Eisprung ein bis zwei Tage zu früh an. Die Regressionsgleichung von Soumpasis und Kollegen zeigt außerdem, dass der Abstand nicht konstant ist: Bei kurzen Zyklen fällt die Abweichung größer aus als bei langen.

Eisprung und fruchtbares Fenster nach Zykluslänge

Zykluslänge Faustregel: Länge minus 14 Erwarteter Eisprungtag nach Messdaten Fruchtbares Fenster
21 TageTag 7Tag 10Tag 5 bis 10
22 TageTag 8Tag 11Tag 6 bis 11
23 TageTag 9Tag 12Tag 7 bis 12
24 TageTag 10Tag 12 bis 13Tag 7 bis 13
25 TageTag 11Tag 13Tag 8 bis 13
26 TageTag 12Tag 14Tag 9 bis 14
27 TageTag 13Tag 14 bis 15Tag 9 bis 15
28 TageTag 14Tag 15Tag 10 bis 15
29 TageTag 15Tag 16Tag 11 bis 16
30 TageTag 16Tag 17Tag 12 bis 17
31 TageTag 17Tag 17 bis 18Tag 12 bis 18
32 TageTag 18Tag 18Tag 13 bis 18
33 TageTag 19Tag 19Tag 14 bis 19
34 TageTag 20Tag 20Tag 15 bis 20
35 TageTag 21Tag 20 bis 21Tag 15 bis 21
36 TageTag 22Tag 21Tag 16 bis 21
37 TageTag 23Tag 22Tag 17 bis 22
38 TageTag 24Tag 23Tag 18 bis 23
39 TageTag 25Tag 23 bis 24Tag 18 bis 24
40 TageTag 26Tag 24Tag 19 bis 24

Quelle: Spalte 2 ist die Faustregel, also eine einfache Subtraktion – sie stammt aus keiner Studie. Spalte 3 ist von der Redaktion aus der Regressionsgleichung von Soumpasis und Kollegen (2020) gerechnet und auf ganze Tage gerundet; liegt der Rechenwert mit seinem Nachkommaanteil etwa zwischen 0,3 und 0,6, stehen beide Tage. Die Werte außerhalb von 23 bis 35 Tagen sind rechnerisch fortgeschrieben, weil die zugrunde liegende Arbeit nur diesen Bereich untersucht hat. Spalte 4 folgt der Fensterdefinition von Wilcox und Kollegen (1995): die fünf Tage vor dem Eisprung plus der Eisprungtag selbst.

Im mittleren Bereich liegen die beiden Eisprung-Spalten nah beieinander: Bei 28 Tagen trennt sie ein Tag, bei 32, 33 und 34 Tagen gar keiner. Wer dort liegt, landet mit der Faustregel ungefähr auf dem Tag, den auch die Messdaten nennen – und merkt nie, dass die Rechnung eine Schwäche hat.

Sichtbar wird sie am kurzen Ende. Bei 23 Tagen sagt die Faustregel Tag 9, die Messdaten sagen Tag 12 – und die Abweichung fällt in die Richtung, die im Alltag wehtut: zu früh. Wer bei einem kurzen Zyklus nach der Faustregel plant, ist mit allem durch, bevor das fruchtbare Fenster überhaupt aufgeht. Am langen Ende dreht sich das Verhältnis um: Dort steht die Faustregel später als die Messdaten.

Wie genau ist das?

Ein Tabellenwert ist der häufigste Tag in einer Gruppe, nicht dein Tag. Bei Soumpasis und Kollegen (2020) hatten die Frauen mit 28-Tage-Zyklus ihren Eisprung an Tag 15 in 27 Prozent der Fälle, an Tag 16 in 21 Prozent, an Tag 14 in 20 Prozent. Insgesamt verteilte er sich über zehn Zyklustage, und eine vergleichbare Streubreite fand sich bei allen untersuchten Zykluslängen. Der häufigste Tag deckt also gut ein Viertel der Fälle ab.

Die zweite Streuung betrifft dich persönlich: Dein Eisprung liegt nicht jeden Monat am selben Tag. Malliou-Becher und Kollegen (2026) haben dafür die Sensiplan-Datenbank in Heidelberg ausgewertet – 1.923 Frauen mit 43.999 Zyklen aus den Jahren 1985 bis 2019, Eisprung symptothermal bestimmt; die Hauptauswertung umfasst 1.051 Frauen mit je zwölf Zyklen (12.612 Zyklen, darunter 420 Konzeptionszyklen). Bei 54,8 Prozent dieser Frauen schwankte der Eisprungzeitpunkt innerhalb der zwölf Zyklen um eine Woche oder mehr, bei 96,5 Prozent um vier Tage oder mehr.

Aus derselben Arbeit stammt die Zahl, die am deutlichsten gegen jede Tabelle spricht: Der Eisprung lag am häufigsten zwischen Tag 12 und Tag 16 – aber 45,7 Prozent der Konzeptionen gingen auf einen Eisprung nach Tag 16 zurück. Fast jede zweite Schwangerschaft ging also auf einen Eisprung zurück, der später lag als die Tage, die Faustregeln meist nennen. Die Zykluslängen passen ins Bild: Median 28 Tage, Mittelwert 29,66 bei einer Standardabweichung von 7,55, und nur 52,7 Prozent der Frauen lagen in allen zwölf Zyklen zwischen 23 und 35 Tagen.

Was die Tabelle trotzdem taugt

Man könnte die Tabelle jetzt wegwerfen. Das wäre falsch – sie ist nur etwas anderes, als sie scheint.

Wilcox und Kollegen (2000) haben bei 221 Frauen über 696 Zyklen den Eisprung anhand von Hormonmetaboliten im Urin bestimmt und daraus für jeden Zyklustag berechnet, wie wahrscheinlich eine Frau an diesem Tag im fruchtbaren Fenster ist. Zwischen Zyklustag 6 und Tag 21 lag dieser Wert an jedem einzelnen Tag bei mindestens zehn Prozent, und nur etwa 30 Prozent der Frauen hatten ihr Fenster vollständig in dem Bereich, der klinisch üblicherweise genannt wird: Tag 10 bis 17. Fehring und Kollegen (2006) kommen zu einem ähnlichen Bild: Nur 25 Prozent der Frauen hatten alle sechs fruchtbaren Tage zwischen Zyklustag 10 und 17; in 95 Prozent der Zyklen lagen sie zwischen Tag 4 und Tag 23.

Ein Tabellenwert ist damit kein Termin, sondern ein Startsignal: Er sagt dir, ab wann du hinsehen solltest. Ab da zählt ein Zeichen aus dem laufenden Zyklus mehr als jede Rechnung. Drei kommen dafür infrage – der Ovulationstest, der den LH-Anstieg vorher anzeigt, die Basaltemperatur, die den Eisprung hinterher bestätigt, und der Zervixschleim, der sich über mehrere Tage verändert.

Wo im Fenster die Chance am höchsten liegt

Das fruchtbare Fenster in Spalte 4 ist sechs Tage lang, und diese sechs Tage sind nicht gleichwertig.

Wilcox und Kollegen (1995) werteten bei 221 Frauen 625 Zyklen mit 192 Schwangerschaften aus. Alle Konzeptionen gingen auf Verkehr in einem Sechs-Tage-Fenster zurück, das am Eisprungtag endet. Innerhalb des Fensters steigt die Wahrscheinlichkeit an: fünf Tage vor dem Eisprung 0,10, am Eisprungtag selbst 0,33. Danach fällt sie steil ab.

Fürs Planen heißt das: lieber zu früh anfangen als zu spät. Die Tageswahrscheinlichkeiten im Einzelnen stehen in unserem Artikel zur Wahrscheinlichkeit pro Zyklustag.

Wenn die Zykluslänge schwankt

Die Tabelle setzt voraus, dass du eine Zykluslänge hast. Viele Frauen haben eine Spanne.

Bei Soumpasis und Kollegen (2020) hatten 52 Prozent der Nutzerinnen Zyklen, die um 5 Tage oder mehr schwankten; bei Fehring und Kollegen (2006) schwankte die Zykluslänge bei 42,5 Prozent der Frauen um mehr als 7 Tage. Wie fest die 28 trotzdem als Norm im Kopf sitzt, zeigt eine Nebenbeobachtung bei Soumpasis und Kollegen: 25,3 Prozent der Nutzerinnen gaben 28 Tage als ihre Zykluslänge an, gemessen hatten aber nur 12,4 Prozent tatsächlich einen 28-Tage-Zyklus; 87 Prozent lagen zwischen 23 und 35 Tagen. Grieger und Norman (2020) sehen dasselbe an 1.579.819 App-Nutzerinnen: 16,32 Prozent hatten eine mediane Zykluslänge von genau 28 Tagen – der häufigste Einzelwert und zugleich weniger als jede sechste Frau.

Wenn deine Zyklen schwanken, rechne mit dem kürzesten der letzten Monate. Dann beginnt dein Fenster eher zu früh als zu spät. Fällt der Zyklus diesmal länger aus, zeigt das nur ein Zeichen aus dem laufenden Zyklus. Wie du ohne verlässliche Zykluslänge vorgehst, steht unter fruchtbare Tage bei unregelmäßigem Zyklus bestimmen.

Wo die Grenze zwischen Schwankung und Auffälligkeit verläuft, hat das FIGO-Klassifikationssystem von Munro und Kollegen (2022) festgelegt. Für 18- bis 45-Jährige gilt eine Zykluslänge von 24 bis 38 Tagen als normale Häufigkeit, entsprechend dem 5. bis 95. Perzentil großer Bevölkerungsstudien. Unter 24 Tagen heißt die Blutung dort „häufig“, über 38 Tagen „selten“ – dieser Begriff hat die Oligomenorrhoe abgelöst. Als regelmäßig gilt ein Zyklus, wenn der kürzeste und der längste innerhalb von zwölf Monaten höchstens 7 Tage auseinanderliegen (26 bis 41 Jahre) beziehungsweise höchstens 9 Tage (18 bis 25 und 42 bis 45 Jahre).

Liegst du außerhalb dieser Grenzen, löst das keine bessere Tabelle – das gehört in ärztliche Hände. Für alle dazwischen bleibt es dabei: Die Zykluslänge sagt dir, wann du anfängst hinzusehen. Den Rest sagt dir dein Zyklus.

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Häufige Fragen

Stimmt die Regel Zykluslänge minus 14?

Der Rechenweg stimmt, die Zahl nicht. Vom Zyklusende her zu rechnen ist richtig, weil die zweite Zyklushälfte der stabile Teil ist. Sie ist aber kürzer als 14 Tage: Bei Bull und Kollegen (2019) lag sie im Mittel bei 12,4 Tagen, bei Soumpasis und Kollegen (2020) bei 12,77 Tagen. Die Faustregel setzt den Eisprung damit ein bis zwei Tage zu früh an. Bei langen Zyklen dreht sich das um: Ab etwa 36 Tagen liegt die Faustregel ein bis zwei Tage zu spät. Dazu kommt, dass der Abstand nicht konstant ist: Die Regressionsgleichung von Soumpasis und Kollegen ergibt bei kurzen Zyklen eine größere Abweichung als bei langen. Bei 23 Tagen kommt die Faustregel auf Tag 9, die Messdaten auf Tag 12.

Wie stark streut der Eisprungtag bei gleicher Zykluslänge?

Gemeint ist hier die Streuung zwischen Frauen, die dieselbe Zykluslänge haben – nicht die Verschiebung von Monat zu Monat bei derselben Frau. Bei Soumpasis und Kollegen (2020) hatten Frauen mit 28-Tage-Zyklus ihren Eisprung an Tag 15 in 27 Prozent der Fälle, an Tag 16 in 21 Prozent und an Tag 14 in 20 Prozent. Insgesamt verteilte er sich über zehn Zyklustage, und eine vergleichbare Streubreite fand sich bei allen untersuchten Zykluslängen. Ein Tabellenwert ist deshalb der häufigste Tag in einer Gruppe, nicht dein Tag.

Welche Zykluslänge ist normal?

Das FIGO-Klassifikationssystem von Munro und Kollegen (2022) nennt für 18- bis 45-Jährige eine Zykluslänge von 24 bis 38 Tagen als normale Häufigkeit; die Spanne entspricht dem 5. bis 95. Perzentil großer Bevölkerungsstudien. Unter 24 Tagen gilt die Blutung dort als „häufig“, über 38 Tagen als „selten“ – dieser Begriff ersetzt die Oligomenorrhoe. Regelmäßig heißt, dass kürzester und längster Zyklus innerhalb von zwölf Monaten höchstens 7 Tage auseinanderliegen (26 bis 41 Jahre) beziehungsweise höchstens 9 Tage (18 bis 25 und 42 bis 45 Jahre). Liegst du außerhalb dieser Grenzen, gehört das in ärztliche Hände.

Ist ein 28-Tage-Zyklus der Normalfall?

Er ist der häufigste Einzelwert und trotzdem die Ausnahme. Grieger und Norman (2020) werteten die Daten von 1.579.819 App-Nutzerinnen aus: 16,32 Prozent hatten eine mediane Zykluslänge von genau 28 Tagen. Das ist weniger als jede sechste Frau. Bei Soumpasis und Kollegen (2020) gaben 25,3 Prozent der Nutzerinnen 28 Tage als ihre Zykluslänge an, gemessen hatten aber nur 12,4 Prozent tatsächlich einen 28-Tage-Zyklus; 87 Prozent lagen zwischen 23 und 35 Tagen. Die 28 sind also eher eine Erwartung als ein Befund.

Kann ich die Tabelle benutzen, wenn mein Zyklus schwankt?

Als grobe Orientierung ja, mit dem kürzesten deiner letzten Zyklen als Ausgangswert – dann liegt das Fenster eher zu früh als zu spät. Schwanken ist dabei der Normalfall: Bei Soumpasis und Kollegen (2020) hatten 52 Prozent der Nutzerinnen Zyklen, die um 5 Tage oder mehr schwankten, bei Fehring und Kollegen (2006) schwankte die Zykluslänge bei 42,5 Prozent der Frauen um mehr als 7 Tage. Je größer die Spanne, desto weniger trägt eine Rechnung und desto mehr ein Zeichen aus dem laufenden Zyklus: LH-Test, Temperaturkurve oder Zervixschleim.

Martina Schneider, Autorin

Über die Autorin

Martina Schneider schreibt auf Schwangerschaftschance.de über Kinderwunsch, Zykluswissen und die praktische Bestimmung der fruchtbaren Tage.

Geschrieben aus eigener Erfahrung, gesundheitsbezogene Angaben mit den unten genannten Quellen belegt. Ersetzt keine ärztliche Beratung. Wie diese Inhalte entstehen

Dieser Artikel basiert auf: Bull JR, Rowland SP, Scherwitzl EB, Scherwitzl R, Danielsson KG, Harper J (2019), Real-world menstrual cycle characteristics of more than 600,000 menstrual cycles, npj Digital Medicine 2:83 · Fehring RJ, Schneider M, Raviele K (2006), Variability in the phases of the menstrual cycle, Journal of Obstetric, Gynecologic & Neonatal Nursing 35:376–384 · Soumpasis I, Grace B, Johnson S (2020), Real-life insights on menstrual cycles and ovulation using big data, Human Reproduction Open 2020:hoaa011 · Wilcox AJ, Weinberg CR, Baird DD (1995), Timing of sexual intercourse in relation to ovulation. Effects on the probability of conception, survival of the pregnancy, and sex of the baby, New England Journal of Medicine 333:1517–1521 · Wilcox AJ, Dunson D, Baird DD (2000), The timing of the "fertile window" in the menstrual cycle: day specific estimates from a prospective study, BMJ 321:1259–1262 · Malliou-Becher MN, Herrmann PM, Freis A, Freundl-Schütt T, Wallwiener LM, Baur S, Fehring RJ, Gnoth C, Mallios A, Strowitzki T, Frank-Herrmann P (2026), Variations in ovulation time and menstrual cycle characteristics: analysis of a prospective long-term cohort study, Human Reproduction 41:959–968 · Grieger JA, Norman RJ (2020), Menstrual Cycle Length and Patterns in a Global Cohort of Women Using a Mobile Phone App: Retrospective Cohort Study, Journal of Medical Internet Research 22:e17109 · Munro MG, Balen AH, Cho S, Critchley HOD, Díaz I, Ferriani R, Henry L, Mocanu E, van der Spuy ZM (2022), The FIGO Ovulatory Disorders Classification System, Human Reproduction 37:2446–2464